Maastricht UMC+
Architecten aan de Maas

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Fliesen als Leitsystem

„Der Fußboden ist die Visitenkarte einer Eingangshalle. Er bestimmt die Atmosphäre und trägt dazu bei, dass die Besucher sich in einem großen Gebäude zurechtfinden, sich gut orientieren können und sich somit auch wohlfühlen. Und das ist beim neuen Anbau des Universitätsklinikums Maastricht (MUMC+) bestens gelungen“, erklärt Architekt Luc Nooijen vom Maastrichter Architekturbüro Architecten aan de Maas. „Wenn ich mir jetzt – ein halbes Jahr nach der Einweihung – das Gebäude so anschaue, sehe ich, wie gut es mit seinem modernen und robusten Erscheinungsbild zum hellen, klinisch wirkenden Altbau passt. Trotz eines umfangreichen Anforderungskatalogs haben wir es geschafft, ein Gebäude zu realisieren, das eine angenehme Leichtigkeit und zugleich die Wärme und Entspannung ausstrahlt, die man von einem zeitgemäßen Bau erwarten darf.“

 


 

Bodenbeläge für Wohn- und Zugangsbereiche

Nooijen: „Wir wollten einen nahtlosen Übergang zwischen Alt- und Neubau schaffen. Die Glashalle im neuen Gebäude sollte sich organisch in den öffentlichen Bereich des restlichen Klinikums einfügen. Besonders gut eignet sich dazu der Fußboden als Blickfang und optisches Bindeglied des öffentlichen Raumes. Dieser Aspekt war für uns wichtiger als z.B. die Hygiene. Das klingt vielleicht etwas eigenartig bei einem Krankenhaus, aber die Fliesen liegen ja schließlich in einem allgemeinen Aufenthalts- und Durchgangsbereich. Aspekte wie der Bezug zu den anderen Räumen, Trittsicherheit, Pflegeleichtigkeit und Atmosphäre zählten für uns deshalb weitaus mehr.

 

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Die Entscheidung für Solids war zugegebenermaßen reiner Zufall. Eigentlich hatten wir Terra Maastricht vorgesehen, da diese Fliesen auch schon im Eingang des Krankenhauses liegen. Da kam ein unerwarteter Anruf von José Maase, einer Designerin bei Mosa, die fragte, ob wir eine neu entworfene Serie begutachten wollten.“ Maase fügt an: „Wir waren gerade dabei, ein neues Bodenfliesenkonzept zu entwickeln, und dann beraten wir uns immer gerne mit Architekten. Wir legen ihnen unsere Ideen vor und sind gespannt auf ihre Meinung.“ Luc Nooijen war sofort begeistert von Solids und sah Möglichkeiten für das MUMC+: „Ich wollte einen lebendigen, nuancenreichen Fußboden, der eventuell auch später im schon vorhandenen Gebäude verlegt werden kann. Genau das bot uns Solids in der gewählten hellgrauen Farbe. Gemeinsam mit unserem Auftraggeber haben wir danach eine sorgfältige Auswahl getroffen, die durch Mosas Vorschlag erleichtert wurde, die Fliesen nicht nur im Showroom zu zeigen. An zwei Stellen im Krankenhaus wurden Fliesen auf 50 Quadratmetern verlegt. Anschließend befragten wir die Benutzer und die Experten von Facilitymanagement, Haustechnik, Immobilienverwaltung und Instandhaltung zu ihren Reaktionen. So konnten wir die neuen Fliesen ausgiebig auf Qualität, Ästhetik, Farbe, Schattierung und Zukunftsbeständigkeit prüfen.

 



„Ich wollte einen lebendigen, nuancenreichen Fußboden, der eventuell auch später im schon vorhandenen Gebäude verlegt werden kann. Genau das bot uns Solids in der gewählten hellgrauen Farbe.“

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Obwohl wir mit der Farbstruktur der 60 x 60 Zentimeter großen Solids-Fliesen dem Fußboden ganz leicht eine Laufrichtung hätten geben können, haben wir uns bewusst dagegen entschieden und die Fliesen rechtwinklig verlegt. Der Boden bekam so auf natürliche Art einen edlen, zeitlosen Charakter und der Raum wurde optisch subtil vergrößert.“ Maase: „Die technischen Eigenschaften von Solids sind ähnlich wie die unserer anderen Fliesenserien. Solids ist sehr trittfest, hat eine ebene, maßhaltige Oberfläche und ist leicht zu reinigen. Letzteres gilt auch für die Fugen, die sehr schmal sind und bündig zur Fliesenoberfläche abschließen. Wir sind von der Zufallsverteilung der Schattierungsrichtung besonders begeistert. Der Raum wirkt dadurch neutraler, da sich der Fußboden mit dieser Verlegeweise trotz seiner monumentalen Erscheinung den Funktionen des Gebäudes unterordnet. Dieses Projekt macht einmal mehr deutlich, wie wertvoll der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Mosa und den Architekten ist.“

 

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Hightech mit behaglicher Ausstrahlung

Der Auftrag war für Architecten aan de Maas kein leichter. Neben dem nach wie vor kultigen Klinikgebäude, das 1991 in Betrieb ging, sollte ein funktionell vergleichbarer Neubau entstehen. Dafür stand zum einen nur ein minimales Baugrundstück zur Verfügung, während zum anderen anspruchsvolle Anforderungen gestellt wurden. Nooijen: „Wir haben die Fläche innerhalb der städtebaulichen, aber auch der mit dem Bauherrn abgestimmten ästhetischen Rahmenbedingungen maximal ausgenutzt. Der Anbau sollte an das alte, ikonische Gebäude nicht lediglich angefügt werden. Wir wollten ein zusammenhängendes Ganzes mit einer kohärenten Bildsprache schaffen, ohne dass es jedoch zu einer Kopie verkommt. Außerdem sollte der Neubau sowohl von innen als auch von außen dieselbe hochmoderne Atmosphäre generieren. So gelangten wir nach einer faszinierenden Suche zu ausgefallenen Lösungen. Ein Beispiel hierfür ist die südliche Front, die komplett mit Solarmodulen bedeckt ist. Diese versorgen das MUMC+ mit Energie und sind damit zugleich ein Statement für die gesellschaftliche Verantwortung und das Nachhaltigkeitsbestreben des Klinikums.



„Wir haben die Fläche innerhalb der städtebaulichen, aber auch der mit dem Bauherrn abgestimmten ästhetischen Rahmenbedingungen maximal ausgenutzt.“

In die Entscheidungen, die man als Architekt dabei trifft, muss man den Bauherrn natürlich mit einbinden. Das gilt nicht nur für die Entwürfe und Materialien, sondern auch gerade für das Gesamtbild, das man als Designer erschaffen will. Uns war von Anfang an klar, dass dieses Gebäude ein behagliches und beruhigendes, warmes Ambiente haben sollte, was auch ganz im Sinne des MUMC+ war. Ein zentrales Element in unserem Konzept bildete daher das Tageslicht, das bis ins Herz des Gebäudes dringen sollte, genau wie auf dem Platz und in der Glashalle des Altbaus. Dies erwies sich als große Herausforderung. Wir mussten jeden Quadratmeter sorgfältig verplanen und dabei die einzelnen Funktionen wie Polikliniken, Büroräume, Logistikzentrum und OP-Säle berücksichtigen. Um die gewünschte Atmosphäre zu kreieren, haben wir im Inneren des Gebäudes mit hellen Holzoptikfassaden, perforierten, geräuschdämmenden Materialien und eben Solids-Fliesen gearbeitet: einem warmen, matten Fliesenmodell. Ich muss sagen, dass uns die knappen Platzverhältnisse ziemlich viel Kopfzerbrechen bereitet haben, aber dass ich nach diesem langjährigen Prozess des Entwerfens, Hinzufügens und Wegstreichens dennoch genau die entspannte, moderne Atmosphäre und die sichtbare Verwandtschaft mit dem Altbau erkenne, die wir vor Augen hatten. Das macht mich schon ein bisschen stolz.“

 

Projektdetails
Projekt: UMC Maastricht
Architekt: Architecten aan de Maas
Ort: Maastricht (Niederlande)
Fläche: 5.000 m2
Fertigstellung: 2017
Mosa-Kollektion: Solids
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