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Kunst sorgt für Aufsehen

Ein großformatiges Kunstwerk aus Keramik, das ausschließlich aus Mosa-Fliesen besteht und unter der Pont du Garigliano in Paris installiert wurde, ist die neueste Schöpfung der Künstlerin Noemi Sjöberg. Das Kunstwerk mit dem Titel „Plongeon“ (Tauchen) basiert auf einer Idee, die eindeutig von der Scenes Serie von Mosa inspiriert ist, und entstand im Rahmen eines Wettbewerbs, der von der Stadt Paris veranstaltet wurde. „Plongeon“ orientiert sich an der Pariser Geschichte und ist Ausgangspunkt einer aufregenden Debatte über Kunst, Wahrnehmung und die urbane Umgebung; zugleich feiert es die Schwimmkultur.


 

Die Entstehung einer Idee

Als die schwedisch-spanische Künstlerin Sjöberg vom offenen Wettbewerb Embellir Paris erfuhr, beim dem Künstler zurück in 2018 eingeladen wurden, Ideen für zwanzig verschiedene Standorte in der französischen Hauptstand einzureichen, nahm sie diese Chance sofort war. Sie entschied sich für die Pont du Garigliano als Standort für ihre Kunst, bewarb sich und erhielt den Auftrag, dort 2019 ein elegantes, für den Standort typisches Kunstwerk zu schaffen.

 

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Eintauchen

Das beeindruckende Kunstwerk ist 22,20 Meter lang und 3,60 Meter hoch. Es handelt sich um eine zweidimensionale Oberfläche aus Keramikfliesen von Mosa, auf der Sjöbergs Interpretation eines historischen Fotos einer Person, die in der Seine schwimmt, zu sehen ist. Im Laufe ihrer historischen Erforschung der Gegend um die Pont du Garigliano entdeckte Sjöberg, dass die heutige Brücke, die 1966 erbaut worden war, eine andere, ältere Brücke namens Viaduc d'Auteuil ersetzt hatte, die für den Bootsverkehr nicht hoch genug war und daher schließlich ausgetauscht werden musste. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Ort das Ziel eines Schwimmwettkampfs, der unter dem Titel „La Traversée de Paris à la nage“ (frei übersetzt: „Schwimmen durch Paris“) veranstaltet wurde.

Sjöberg suchte und fand verschiedene Bilder der Veranstaltung in der Bibliothèque Nationale de France. Auf einem Foto von l'Agence Rol von 1922 war ein Mann beim Tauchen zu sehen. Die Künstlerin erinnert sich, dass sie dachte, „wie schön wäre es, diese vergessene Erinnerung an das Viertel wiederzubeleben.“ Und so entstand mit der Unterstützung von Embellir Paris, der Stadt Paris und Mosa „Plongeon“.

 




„Wie schön wäre es, diese vergessene Erinnerung an das Viertel wiederzubeleben.“

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„Darüber hinaus lassen die Mosa Scenes Fliesen das Bild vibrieren, sodass der Schwimmer den Anschein erweckt, dass er sich bewegt.“

 

Ein Kunstwerk, viele Erinnerungen

Sjöberg passte den Hintergrund des Originalfotos an und verpixelte den Körper des Schwimmers. Das Spiel mit Perspektiven und Wahrnehmung ist typisch für das Werk der Künstlerin und ihre Interessen, sodass sie hier frei experimentieren konnte. Aus der Nähe wirkt das Kunstwerk sehr abstrakt, aber mit ein wenig Abstand erscheint die Person sehr deutlich und fokussiert.

Das Kunstwerk lädt dazu ein, es mehrmals und aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Zwar ist es ein Mann, der ins Wasser springt, aber durch den Badeanzug (ein für die Zeit typischer Einteiler), könnte man auch denken, dass eine Frau zu sehen ist. „Ich mag diese Unklarheit, denn worauf es schließlich ankommt, ist, dass es sich um ein – egal ob männliches oder weibliches – menschliches Wesen handelt“, erklärt Sjöberg.

 

Vom Wasser inspiriert

Aufgrund des Themas fügt sich das Kunstwerk organisch in den Standort am Fluss ein, ohne dass die Faszination der Künstlerin mit dem Wasser dadurch beeinträchtigt wird. „Wasser ist ein wiederkehrendes Thema in meiner Kunst“, erklärt sie. „Ich war von der benachbarten Seine und der Beziehung, in der sie zu ihrer Umgebung steht, begeistert.“

Sjöberg nutzt nicht zum ersten Mal Figuren von Schwimmern. Die Künstlerin, die mit Videos, Installationen und Fotos arbeitet, hatte bereits in der Vergangenheit eine (ebenfalls verpixelte) Fotoserie mit Teenagern geschaffen, die von Brücken in Essaouira (Marokko) und Porto (Portugal) aus unterschiedlicher Höhe ins Wasser springen. „Die Bewegung beim Springen oder Tauchen hat etwas Verführerisches“, erklärt sie. „Sie steht für den Drang nach Freiheit und Wagemut.“

Der perfekte Partner

Keramikfliesen erwiesen sich als das perfekte Material für dieses komplexe Kunstwerk. „Ich wollte ein beständiges Material, nichts dekoratives oder vergängliches, sondern etwas mit einem industriellen Aussehen“, sagt Sjöberg. „Das Foto ist verpixelt und wirkt daher aus der Nähe abstrakt, aber wird immer schärfer, je weiter man sich wegbewegt. Es machte Sinn und war physisch machbar, jedes Pixel durch eine Fliese zu ersetzen.“

Mosa erwies sich als der ideale Partner für das Material, da die Scenes Serie des Unternehmens nicht nur eine große Auswahl an Grautönen sowie individuelle Fliesen bietet (in jeder Farbe gibt es keine zwei Fliesen, die identisch sind), sondern auch über eine spezielle Körnung verfügt, die an alte Fotografien erinnert. „Darüber hinaus lassen die Mosa Scenes Fliesen das Bild vibrieren, sodass der Schwimmer den Anschein erweckt, dass er sich bewegt“, erklärt die Künstlerin. „Außerdem sollte das reproduzierte Bild matt sein, so wie die Scenes Fliesen. Ich begrüße es auch, dass Mosa ein Unternehmen ist, das auf nachhaltige Fertigung setzt.“

 

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Umsetzung

Das Kunstwerk entstand in Feinarbeit in der Werkstatt der Künstlerin in Barcelona. Es wurden 3552 Fliesen verwendet, und zwar eine Mischung aus Mosa Scenes (11 Grauschattierungen), Mosa Global (1 Weißton) und Mosa Softgrip (1 Weißton). Anschließend bildete die Künstlerin das Muster auf dem Fußboden im Hauptsitz von Mosa in Maastricht nach, bevor die Fliesen nach Paris transportiert wurden, wo das Kunstwerk innerhalb von drei Wochen unmittelbar an der Wand entstand.

„Plongeon“ wird offiziell am dem 29. August 2019 präsentiert und wird vor Ort für mindestens fünf Jahre zu sehen sein.

Projektdetails
Projekt: Plongeon
Architekt: Noemi Sjöberg
Ort: Paris (Frankreich)
Fertigstellung: 2019
Mosa-Kollektion: Scenes, Global Collection, Softgrip
Weitere Informationen

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